10. Mai. 2013
Jedem Steuerpflichtigen steht es bei gemischt genutzten Wirtschaftsgütern frei, ob er die Wirtschaftsgüter insgesamt seinem Privatvermögen, teilweise seinem Unternehmens- und Privatvermögen oder insgesamt seinem Unternehmensvermögen zuordnen will. Das ist eine umsatzsteuerrechtliche Frage. Die einkommensteuerrechtliche Zuordnung zum Betriebs- oder Privatvermögen steht auf einem ganz anderen Blatt und hat mit der Zuordnung zum Unternehmensvermögen bzw. Privatvermögen im Umsatzsteuerrechtlichen Sinne nichts zu tun. Insoweit ist es besser, nicht vom Privatvermögen sondern schlicht vom „nicht Unternehmens-vermögen“ zu sprechen.
21. Apr. 2013
Wirtschaftliche Schwierigkeiten des Unternehmens erreichen schnell auch die Mitarbeiter. Unsicherheit macht sich im Betrieb breit. Spätestens, wenn der Lohn ausbleibt, ist die Krise des Arbeitgebers endgültig bei den Beschäftigten angekommen. Doch die Arbeitnehmer stehen dieser Situation nicht schutzlos gegenüber. Ausbleibende Lohnansprüche der Arbeitnehmer können durch den Anspruch auf Insolvenzgeld gesichert sein. Unter welchen Voraussetzungen bekommt ein Arbeitnehmer Insolvenzgeld? Und worauf muss der Einzelne bei der Antragstellung achten?
14. Apr. 2013
Wer seinen Steuerbescheid aufmerksam studiert, findet im Fall der Zusammenveranlagung vielfach folgenden Vermerk: „Die in diesem Bescheid enthaltene Anrechnungsverfügung steht unter dem Vorbehalt des Widerrufs gemäß § 120 Abs. 2 Nr. 3 AO.“ Es stellt sich die Frage, was dieser Satz wohl bedeutet. Selbst Fachleuten lässt sich der Sinn dieses Satzes nur an Beispielen erläutern.
07. Apr. 2013
Das Arbeitszeugnis ist die Visitenkarte des Arbeitnehmers im Berufsleben. Es entscheidet oft darüber, ob der Stellenbewerber zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wird oder nur eine freundlich formulierte Absage erhält. Arbeitnehmer sollten daher das ausgestellte Zeugnis genau überprüfen. Entspricht es der Wahrheit? Ist es vollständig, klar und wohlwollend formuliert? Scheinbare Kleinigkeiten können eine große Rolle spielen. Es ist nicht alles Gold was glänzt. In der heutigen Kolumne soll nun für etwas mehr Klarheit gesorgt und auf einige Fallstricke hingewiesen werden.
31. Mär. 2013
Nachdem in den letzten Kolumnen Probleme von Betriebsübergabe und -verkauf besprochen wurden, heute einige Gedanken zum richtigen Zeitpunkt, sich von seinem Betrieb zu trennen.
24. Mär. 2013
Wer hat es nicht schon erlebt? Der Wechsel von Internetanbietern verspricht oft enorme Ersparnisse. Nicht einkalkuliert hat man jedoch oft den Ärger während der Umstellung. Nicht selten fällt das Internet zunächst für Tage oder sogar Wochen aus. Doch was ist in einer solchen Situation zu tun?
17. Mär. 2013
In den letzten Kolumnen wurden zwei Modelle der Unternehmensweiterführung besprochen: die Übergabe an Kinder und die Veräußerung an geeignete Mitarbeiter. Hier soll nun die Betonung auf die Veräußerung an Dritte gelegt werden.
10. Mär. 2013
Tugendfuror oder berechtigter Aufschrei? Die Bemerkungen des FDP-Fraktionschefs Rainer Brüderle zur Oberweite einer Journalistin hatten vor einem Monat die Sexismusdebatte ausgelöst.
03. Mär. 2013
Wie geht es mit einem Betrieb weiter, wenn der Chef die Verantwortung abgeben will. Verschiedene Varianten der Betriebsübergabe wurden in den vergangenen Wochen bereits aufgezeigt. Heute soll die Möglichkeit einer Betriebsveräußerung an einen Mitarbeiter genauer beleuchtet werden.
24. Feb. 2013
Die Sexismusdebatte prägte die Medienberichte der letzten Wochen. Meinungen wurden ausgetauscht, Standpunkte klar gestellt und erhitzt diskutiert. Dabei zeichnete sich ein gesellschaftlicher Wandel ab – Sexuelle Belästigung ist schon lange kein Kavaliersdelikt mehr und hat gerade am Arbeitsplatz eine besondere Brisanz. Der oder die Betroffene kann sich hier den Belästigungen nicht einfach durch Fernbleiben entziehen. Die tägliche Arbeit bildet die eigene Existenzgrundlage und oft auch die der Familie. Doch Stillhalten und Ertragen ist keine Lösung. Der heutige Beitrag soll rechtliche Möglichkeiten aufzeigen, sich gegen sexuelle Belästigung zur Wehr zu setzen.
17. Feb. 2013
Den eigenen mittelständischen Betrieb an das Kind zu übergeben, ist für viele Unternehmer die Traumkonstellation. Der meist über Jahrzehnte mit viel Energie, Entbehrungen und Arbeit aufgebaute Betrieb stellt oft den wesentlichen Lebensinhalt des Unternehmers dar. Der Wunsch, diesen auf das eigene Kind zu übertragen, ist mehr als verständlich. Allerdings stellt die Übertragung des Betriebes auf ein Kind ein schwieriges Unterfangen dar, das einer intensiven Vorbereitung und konzentrierten Abwicklung bedarf.
10. Feb. 2013
Politik und Medien haben in den letzten Tagen immer wieder ein Thema aufgegriffen, das den Arbeitsalltag vieler Arbeitnehmer prägt. Hohe Arbeitsbelastung, starker Termindruck und unsichere Anstellungsverhältnisse führen zu Stress bei der Arbeit. Herrscht unter den Kollegen und dem Chef gegenüber ein gutes Arbeitsklima, lässt sich dieser Druck leichter verarbeiten. Wenn sich Kollegen aber nicht mehr unterstützen, sondern gegen einander arbeiten und einander ausgrenzen, wird die Arbeit zur Qual. Was tun bei Mobbing? Welche Möglichkeiten bietet das Recht und wie ist vorzugehen?
03. Feb. 2013
Viele unserer kleinen und mittelständischen Unternehmen, auf die wir hier im Südwesten sehr stolz sind, haben einen älteren Chef. Ist dieser dem dritten Lebensabschnitt schon nahe, so stellt er sich meist die Frage: „Was mache ich mit meinem Unternehmen, wenn ich einmal nicht mehr will oder kann?“ Hierzu einige Aspekte eines Außenstehenden:
27. Jan. 2013
Über zwei Millionen Unfälle zählte das statistische Bundesamt im Jahr 2012 auf deutschen Straßen. Das Risiko selbst von einem Unfall betroffen zu sein, ist hoch. Umso wichtiger ist es, seine Rechte und Pflichten zu kennen.
20. Jan. 2013
Wer Unternehmer ist und umsatzsteuerpflichtige Umsätze erzielt, hat diese regelmäßig mittels einer Steueranmeldung an das Finanzamt abzuführen. Auch Arbeitgeber sind verpflichtet mittels Steueranmeldung einbehaltene Lohnsteuern an das Finanzamt zu melden und diese fristgerecht zu bezahlen. Dabei hat der Unternehmer die Höhe der Steuerbeträge selbst zu errechnen und anzumelden.
13. Jan. 2013
Gerade um den Jahreswechsel geht es Unternehmen zunehmend schlechter. Der Auftragseingang stockt erfahrungsgemäß bereits kurz vor Weihnachten. Lieferungen und Dienstleistungen werden nicht mehr abgerufen. Darüber hinaus kühlt die Nachfrage derzeit aufgrund der Wirtschaftskrise zunehmend ab, was neben den saisonalen Schwierigkeiten, die Lage in den Unternehmen noch verschärft.
12. Jan. 2013
In der letzten Zeit berichten einige Anrufer bei uns, dass sie von unserer Nummer aus angerufen worden seien und man Sie zu Zahlungen in kurzer Zeit aufgefordert habe.
Wir teilen dazu mit, dass wir Strafanzeige erstattet haben. Diese Anrufe stammen nicht von uns. Wir fordern kein Geld auf eine solche Art und Weise an, insbesondere wenn Sie uns nicht kennen. Bitte melden Sie solche Anrufe bei der Polizei und lassen diese Anrufe nachverfolgen, damit die Täter gefasst werden können. Es handelt sich um Betrüger.
06. Jan. 2013
Wer einen Lebensversicherungsvertrag abschließt sollte bezüglich dieses langfristigen Vertrages einiges wissen. Der Lebensversicherungsbeitrag wandert bei der Lebensversicherung in verschiedene Töpfe.
30. Dez. 2012
Gerade in der Zeit um Weihnachten werden vermehrt Sonderangebote und ähnliche Verkaufsmaßnahmen von Einzelhändlern beworben. Wie sieht es aber mit der Verbindlichkeit dieser Werbeaussagen aus? Kann man sich auf den in der Werbung angegebenen Preis berufen und verlangen, die Ware zu dem Preis zu bekommen?
23. Dez. 2012
Nachdem endgültig im Vermittlungsausschuss das Steuerabkommen mit der Schweiz abgelehnt wurde, ist es an der Zeit noch einmal über den einzigen Weg nachzudenken, über den man ausländische Guthaben in die Legalität zurückführen kann. Dazu muss klar sein, dass die Finanzverwaltung nunmehr mit noch mehr Schwung versuchen wird, hinter ausländische Guthaben zu kommen.
16. Dez. 2012
Mit zunehmender Abkühlung der wirtschaftlichen Entwicklung nehmen Insolvenzen von Unternehmen und Arbeitsplatzkündigungen zu. Die in den Unternehmen zu bearbeitenden Aufträge reichen einfach nicht mehr aus, um alle Arbeitnehmer zu beschäftigen. Die Betriebe kündigen dann oft die aus ihrer Sicht verzichtbaren Mitarbeiter mit der Begründung, zu wenige Aufträge zu haben.
09. Dez. 2012
Weihnachten steht vor der Tür und in vielen Unternehmen sind Weihnachtsfeiern angesagt. Die Teilnahme an dieser Weihnachtsfeier stellt für die Arbeitnehmer einen sogenannten geldwerten Vorteil dar, der grundsätzlich steuer- und sozialversicherungspflichtig ist. Ähnlich wie z.B. die Überlassung eines Betriebsfahrzeugs zur privaten Nutzung. Der Gesetzgeber lässt sich hierbei von den Gedanken leiten, dass der geldwerte Vorteil (z.B. die Weihnachtsfeier) dem Arbeitnehmer Freude bereitet und er sich quasi private Geldaufwendungen zur Erreichung dieser Freude erspart.
02. Dez. 2012
Das Bundesarbeitsgericht hat mit Urteil vom 14. November an seiner bisherigen Rechtsprechung festgehalten und entschieden, dass Arbeitgeber bereits am ersten Tag der Krankheit eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung fordern können. Der Arbeitgeber kann dies danach auch dann verlangen, wenn keine besonderen Verdachtsmomente für die Vortäuschung einer Krankheit oder ähnliche Zweifel bestehen.
25. Nov. 2012
In seiner Sitzung vom vergangenen Freitag hat der Bundesrat die Ratifizierung des neuen Doppelbesteuerungsabkommens mit der Schweiz abgelehnt. Den rot-grün regierten Ländern erschien die Nachbelastung von den Geldern, die bei schweizer Banken angelegt waren, zu niedrig. Steuerhinterziehung sollte nach ihrer Auffassung höher belastet werden.
18. Nov. 2012
Im Jahr 2009 führte der Gesetzgeber die Abgeltungssteuer für Spekulationsgewinne aus Wertpapierkauf bzw. –verkauf ein. Macht man z. B. aus Aktienverkäufen Gewinne von 100,00 €, weil der Verkaufspreis der Aktie um 100,00 € höher ist als der Einkaufspreis, so zieht das Kreditinstitut 25 % (plus Solidaritätszuschlag und eventuell Kirchensteuer) des Gewinns ein und führt diesen Betrag direkt an das Finanzamt ab. Die deutschen Kreditinstitute sind zu diesem Abzug gesetzlich verpflichtet.
11. Nov. 2012
Der BGH macht Schluss mit den Machenschaften der „Branchenverzeichnis-Abzocke“. Mit Urteil vom 26. Juli 2012, Az. VII ZR 262/11 urteilte der Bundesgerichtshof, dass Entgeltklauseln, die nach der drucktechnischen Gestaltung des Antragsformulars so unauffällig in das Gesamtbild eingefügt sind, dass sie von den (unfreiwilligen) Kunden dort nicht vermutet werden, unwirksam sind. Dies gilt danach auch, wenn die Kunden Unternehmer sind.
31. Okt. 2012
Vom Bundesfinanzministerium kommt aktuell der Vorschlag, den Grundfreibetrag des Steuertarifs zu erhöhen. Bisher beläuft sich der Grundfreibetrag auf 8.004,00 €. Er soll in zwei Stufen erhöht werden, in 2013 auf 8.124,00 € und in 2014 auf 8.352,00 €. Notwendig ist diese Erhöhung schon deshalb, da das Bundesverfassungsgericht dem Gesetzgeber auferlegt hat, dass der Steuertarif so zu gestalten ist, dass das Existenzminimum steuerfrei bleibt. Steigt nun durch die Inflationsrate das Existenzminimum, muss der Steuertarif nachziehen.
28. Okt. 2012
Herzlichen Glückwunsch Sie haben gewonnen! Wer freut sich über eine solche Nachricht nicht? Spätestens, wenn der Brief oder die Email jeden Zweifel an der Echtheit des Gewinnversprechens mit Floskeln wie "Kein Scherz" oder "Unglaublich, aber wahr" beseitigt hat, ist die Laune beim Emfänger bestens - bis die Rechnung dafür kommt.
21. Okt. 2012
In neuerer Zeit geht durch die Medien die Meldung, dass den jüngeren Beitragszahlern der gesetzlichen Rentenversicherung die Altersarmut drohe. Durch verschiedene Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Rententarif ist nämlich das Niveau der Anfangsrente für die heute jungen Beitragszahler um ca. 15 % abgesunken. Verbunden mit der Teuerung im Bereich der Grundversorgung – die relativ niedrige offizielle Inflationsrate gibt hier nur ein unvollständiges Bild der Entwicklung wieder! – führt dies zu dieser dramatischen Entwicklung.
14. Okt. 2012
Entgegen der irrigen Meinung vieler Arbeitnehmer ist ein gutes Arbeitszeugnis für die Chancen auf dem Arbeitsmarkt von erheblicher Bedeutung. Leider wird dies gerade im Zusammenhang mit einer Kündigung gerne übersehen. Der Kampf um die Höhe der Abfindung erscheint dann wichtiger, als das, was im Arbeitszeugnis steht. Die Abfindung ist in einigen Monaten ausgegeben und vergessen, das Arbeitszeugnis begleitet einen aber das ganze Arbeitsleben hindurch. Doch wann ist ein Arbeitszeugnis gut oder weniger gut?
07. Okt. 2012
Wer eine Schenkung bekommt oder eine Erbschaft macht, ist grundsätzlich schenkungs- oder erbschaftsteuerpflichtig. Das deutsche Steuerrecht unterscheidet hier stark, je nachdem wie eng Schenker und Beschenkter verwandt sind.
30. Sep. 2012
Ein Erbe geht aufgrund der Erbschaft meist davon aus, eine Vermögensmehrung zu erhalten. Nicht selten stellt er aber fest, dass das Erbe mehr Schulden enthält, als werthaltige Gegenstände, Geld, Wertpapiere usw.. Grundsätzlich gilt, dass der Erbe die Rechtsnachfolge des Verstorbenen antritt. Er übernimmt ohne Beschränkung den kompletten Nachlass mit allen Schulden und muss darüber hinaus auch noch u.a. die Beerdigung übernehmen.
21. Sep. 2012
Renten waren bis 2004 mit dem Ertragsanteil steuerpflichtig. Dieser Ertragsanteil hing davon ab, wie alt der Rentner zu Beginn des Rentenbezuges war. Ein Rentner, der mit 65 Jahren eine lebenslange Rente bezogen hat, hatte einen Ertragsanteil von 27% anzuwenden.
Ab 2005 wurde die Alterseinkünfteregelung steuerlich auf völlig neue Füße gestellt. Es kommt nicht mehr darauf an, wie alt jemand bei Beginn der Rente ist, sondern ab wann die Rente bezogen wurde. Begann der Rentenbezug bereits vor 2005, ist die Rente ab 2005 mit 50% steuerpflichtig. ...
16. Sep. 2012
Diese Woche hatte das Bundesverfassungsgericht erneut über Fragen der europäischen Integration zu entscheiden. Wie funktioniert eigentlich rechtlich Deutschland innerhalb der EU?
09. Sep. 2012
Dem Arbeitnehmer, fiel in der jüngeren Vergangenheit vielleicht auf, dass er von der Gemeinde keine Lohnsteuerkarte mehr erhalten hat. Die letzte Lohnsteuerkarte, die er seinem Arbeitgeber abgeben konnte, war die des Jahres 2010. Danach ging die Steuerverwaltung mutig davon aus, dass so etwas Altmodisches wie eine Steuerkarte aus Papier in Zeiten der elektronischen Datenverarbeitung unmodern ist. Stattdessen sollte ein elektronisches Programm, „ELStAM“ genannt, dieses Papier ersetzen.
02. Sep. 2012
Lehrjahre sind keine Herrenjahre – das stimmt rechtlich gesehen nicht mehr so ganz. Zum Schutz von Auszubildenden hat sich in den vergangenen Jahrzehnten einiges verändert. Während zu Zeiten der Entstehung dieser Redensart noch Lehrgeld durch den Auszubildenden zu bezahlen war und selbstverständlich alle niederen Arbeiten im Betrieb durch Lehrlinge ausgeführt wurden, gestaltet sich die Lehre heutzutage völlig anders.
26. Aug. 2012
Wenn man sich über die steuerliche Berücksichtigung der Kosten eines Studiums Gedanken macht, muss man zunächst trennen zwischen den steuerlichen Auswirkungen bei den Studierenden (Kindern) selber oder bei den Eltern.
12. Aug. 2012
Einkünfte aus Kapitalvermögen waren in der Vergangenheit grundsätzlich ebenso steuerpflichtig wie alle andern Einkunftsarten. Jedoch haben viele Steuerpflichtige die Angabe dieser Einkünfte in ihrer Steuererklärung „vergessen“, und zwar so viele, dass das Bundesverfassungsgericht den Staat angemahnt hat, er müsse für mehr Gleichheit der Besteuerung sorgen. Als Reaktion auf dieses Urteil wurde für Einkünfte aus Kapitalvermögen ab 2009 die Abgeltungssteuer eingeführt. Diese wird von den deutschen Kreditinstituten direkt von den gutgeschriebenen Zinsen einbehalten und an das Finanzamt abgeführt. Entsprechendes gilt für Dividendenzahlungen von gelisteten Aktiengesellschaften.
29. Jul. 2012
Das neue deutsch-schweizerische Doppelbesteuerungsabkommen, mit dem der ständige Streit mit der Schweiz wegen dort angelegter Schwarzgelder bereinigt werden soll, befindet sich augenblicklich in einer erregten Diskussion, die durch den Ankauf von neuen Steuer-CDs durch das Land Nordrhein-Westfalen deutlich verschärft wurde. Hierbei kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die meisten Diskussionsteilnehmer den Inhalt des Vertrags gar nicht kennen. Hier in Kürze zusammengefasst der wesentliche Vertragsinhalt:
15. Jul. 2012
Steuerhinterziehung liegt definitionsgemäß vor, wenn gesetzlich geschuldete Steuern absichtlich gar nicht, verkürzt oder verspätet angemeldet und gezahlt werden. Bei der Umsatzsteuer kann sich die eigenartige Konstellation ergeben, dass Steuerhinterziehung vorliegt, ohne dass nach dem Gefühl des Steuerpflichtigen er die Steuer überhaupt verkürzt hat.
01. Jul. 2012
Vor zwei Wochen wurde von Fällen berichtet, bei denen der Steuerpflichtige mehr oder minder zufällig ein Unternehmer wurde und sich plötzlich drohenden Belastungen gegenüber sah. Es gibt jedoch durchaus Konstellationen, wo ein großes Interesse daran besteht, sich als Unternehmer freiwillig der Regelbesteuerung zu unterwerfen.
24. Jun. 2012
Arbeitnehmern aus der Zeitarbeitsbranche ist durchgehend unbekannt, dass sie oft sehr kurze Verfallfristen beachten müssen.
Verfallfristen sind Fristen, bei deren Ablauf Ansprüche aus dem Arbeitsvertrag endgültig verfallen. Noch nicht eingeforderte Lohn- oder Urlaubsansprüche sind nach deren Ablauf also verloren. Die Betroffenen sind daher einer doppelten Härte ausgesetzt: Ihre ohnehin nicht als üppig zu bezeichnenden Ansprüche sind ohne entsprechende Maßnahmen extrem kurzlebig.
17. Jun. 2012
Nach § 2 UStG ist Unternehmer, wer selbständig eine nachhaltige Tätigkeit zur Erzielung von Einnahmen ausübt. Eine Gewinnerzielungsabsicht ist nicht erforderlich. Klingt einfach, ist es aber nicht.
03. Jun. 2012
Zahlt ihr Arbeitgeber für Sie Beiträge in eine Direktversicherung? Handelt es sich bei dieser Direktversicherung um eine Versicherung nach altem Recht bis (2004)!, dann hat der Arbeitgeber dafür Pauschallohnsteuer bezahlt und die Versicherungssumme fließt steuerfrei zu. Aber Achtung: Ganz im Geheimen hat der Gesetzgeber durch eine Gesetzesänderung in 2005 die Leistungen der Versicherung der Krankenversicherungspflicht unterworfen.
20. Mai. 2012
Haushaltsnahe Dienstleistungen, Handwerkerleistungen führen zu Steuerersparnissen. Was sind aber die Voraussetzungen und wie kommt man in den Genuss der Steuerersparnis? Die Begünstigung wird in Form eines Steuerabzugsbetrags gewährt. Der Bürger kann den Betrag direkt von seiner Steuerlast abziehen. Auf diese Weise erhält jeder unabhängig von seinem Steuersatz betragsmäßig die gleiche Begünstigung.
30. Apr. 2012
Die Zeiten, in denen man sein Geld beim „Bankbeamten“, den man persönlich kennt, abgeholt hat, sind längst vorbei. An vielen Orten können die Bankinstitute vollkommen auf Filialen verzichten und ersetzen diese durch Geldautomaten und Kontoauszugsdrucker. Durch Online-Banking und Geldautomaten stehen Bankdienstleistungen 24 Stunden und an jedem Ort der Welt zur Verfügung.
20. Apr. 2012
Die deutlich gestiegenen Benzin- und Dieselkosten sorgen in jüngster Zeit dafür, dass über eine Erhöhung der Entfernungspauschale als mögliche Reaktion des Gesetzgebers diskutiert wird. Nun kann man selbstverständlich der Auffassung sein, dass die Not der öffentlichen Haushalte eine derartige Erhöhung verbietet. Aber man sollte dies doch bitte nicht damit begründen, dass die Entfernungspauschale eine „Subvention des Staates“ darstellt, die ohnehin abgeschafft gehört.
13. Apr. 2012
Wenn sich das Zahlverhalten von Kunden zunehmend verschlechtert und Rechnungen, Mieten und ähnliches immer später und nach mehrmaliger Aufforderung bezahlt werden, Lastschriften zurückgehen oder Zahlungen über eine neue Bankverbindung beglichen werden, liegt der Rückschluss nahe, dass der Kunde in der Krise oder bereits zahlungsunfähig im Sinne der Insolvenzordnung ist. Geschäftspartner die in einer solchen Situation annehmen, dies gehe sie nichts an, so lange der Kunde irgendwann bezahlt hat, irren sich.
11. Apr. 2012
Unternehmen, die in unserem Landstrich ansässig sind, liegen im Herzen Europas. Frankreich und Schweiz liegen direkt vor der Haustür, Italien und Österreich noch in „Schlagweite“. Exportorientiertheit erscheint unter diesen Voraussetzungen auch für kleinere und mittelständische Unternehmen relativ problemlos. Zollgrenzen sind im Wesentlichen abgeschafft. Aber dann kommt die Umsatzsteuer!
06. Apr. 2012
Im Volksmund geht rum, dass Renten nicht steuerpflichtig wären. Das ist grundsätzlich falsch. In der Realität ist die Mehrzahl der Rentner zwar nicht zur Zahlung von Einkommensteuern verpflichtet, dies aber nicht deswegen, weil Renten generell steuerfrei sind, sondern deswegen, weil die Steuerpflichtigen Teile der Rente die Grundfreibeträge des Einkommensteuertarifs oft nicht überschreiten. Trotzdem sollten gerade Rentner vorsichtig sein und lieber einmal zu viel eine Steuererklärung abgeben als einmal zu wenig. Bitte beachten Sie:
30. Mär. 2012
Die Insolvenz von Schlecker und deren Tochter. Ihr Platz führt aufgrund der Weigerung der Bundesländer für eine Transfergesellschaft zu bürgen wohl zu über 11 000 Kündigungen in ganz Deutschland. Allgemein wird angenommen, dass diese Kündigungen wegen der Insolvenz des Arbeitgebers wirksam sind. Dem ist aber bei weitem nicht so.
26. Mär. 2012
Wer eine Wohnung besitzt und diese vermietet erzielt aus steuerlicher Sicht Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung. Dabei sind die Mieteinnahmen nach Abzug der Kosten für die vermietete Wohnung (z.B. Abschreibung, Zinsen für Kredite, Grundsteuern, Versicherungen, etc.) der Einkommensteuer zu unterwerfen. Erzielt der Vermieter nun noch weitere Einkünfte, kann ein Vermietungsverlust sogar dazu führen, dass Steuern gespart werden können.